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KLANGWOLKE

Samstag, 10.09.2011,
17:00, Donaupark Linz
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KLASSISCHE
LINZER
KLANGWOLKE

Sonntag, 11.09.2011,
20:00, Donaupark Linz
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Visualisierte Linzer Klangwolke

Samstag, 5. September 2009

FLUT

15:00, Hauptplatz – Die Prophezeiung
21:00, Donaupark Linz – Die Arche

Die Klangwolke ist eine Produktion des Brucknerhaus Linz / LIVA und des ORF OÖ in Kooperation mit Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas.

Das Besondere an der Klangwolke im Kulturhauptstadtjahr ist, dass die visuelle Darbietung bereits um 15.00 Uhr beginnt und die Linzerinnen und Linzer eingeladen sind, mitzumachen.

Thema ist die Flut. Zentrale Rolle spielen – in Anlehnung an die Erzählung der Sintflut, wie sie in den Texten der drei monotheistischen Buchreligionen, aber auch in Flutmythen anderer Religionen und Kulturen in Erscheinung tritt, – Tiere.

So werden mehrere hundert Tierfiguren in 40 verschiedenen Arten von freiwilligen TeilnehmerInnen aus Linz und Umgebung gefertigt und gespielt.

Mastermind dieser Figuren und Gestalten ist der südafrikanische Künstler Roger Titley, einer der renommiertesten internationalen Animations- und Puppenbauexperten, der vor allem im Film- und Fernsehbereich tätig ist.
Die Tiere sind aus Polyethylen gefertigt, einem von Eurofoam in Oberösterreich hergestellten Stoff, der sich durch besondere Leichtigkeit auszeichnet. Nach den Plänen, Zeichnungen und Videoinstruktionen von Roger Titley werden die Module der verschiedenen Tierarten in Gruppenarbeit zusammengebaut. Zehn Studierende der Linzer Kunstuniversität assistieren bei der Realisierung des visuellen Konzepts. Durch Infoabende und mediale Aufrufe wurden etwa 350 Personen gefunden, die an der Entstehung der Kreaturen mitwirken. „Baubeginn“ war Ende April in der Werkstätten der Kunstuniversität Linz im Brückenkopfgebäude Ost. Jede der entstandenen Tierfiguren ist einfach zu handhaben und kann von einer bzw. wenigen Personen bewegt werden.

Freizeit- und Sportvereine, Musikgruppen, Schulen, Wirtschaftsbetriebe aber auch Privatpersonen, darunter u. a. RollstuhlfahrerInnen, TaucherInnen, Segway-FahrerInnen, werden den Tieren Leben einhauchen.

Bereits am Nachmittag ab 15.00 Uhr versammeln sich die Kreaturen am Linzer Hauptplatz und streifen von dort aus durch die Stadt. Straßen, Parks und Plätze werden mit den Tiergestalten und prophetischen Charakteren überschwemmt, Warnungen und Aufrufe fluten die Stadt, Realität und Fiktion werden dabei in der Schwebe gehalten.

MusikerInnen, SängerInnen und Bands begleiten gemeinsam mit sogenannten Propheten, die seriöse oder absurde Zukunftsvisionen oder den Weltuntergang verkünden, die Prozessionen, Spaziergänge, Fluchten und Versammlungen.

Am Abend erreichen die Mitwirkenden die Donaulände, wo sie sich in das finale Bühnengeschehen, die nächtliche Klangwolke, integrieren.

Auf den Spuren von Noah und seiner Arche entfaltet sich die beziehungsreiche Paraphrase der biblischen Geschichte als spielerisches Konglomerat globaler Mythen in Verflechtung mit aktueller Thematik und der Flut als Metapher. Der Fluss und sein Ufer mutieren zur Bühne, der Nachthimmel zur Leinwand, belebt von den Farberuptionen der Feuerwerke.

Schauspiel, Gesang und Projektionen erzählen gemeinsam mit den Tieren von drohendem Untergang, Hoffnung und möglicher Rettung.

Das Bildmaterial wird live generiert und ist ein Real-Time-Videomix aus Animation, Manipulation und Live-Kamera in kunstvoller Verfremdung.

Dick van der Harst, niederländischer Musiker, Arrangeur und Komponist, der in Belgien lebt und arbeitet, wurde mit der Komposition beauftragt. Er mischt Jazz, Klassik und Folkmusik aus verschiedenen Kulturen und Epochen zu einem sehr persönlichen, lebendigen Musikstil.

Eine Besonderheit: Für die Klangwolke 2009 wird auch die Musik live gespielt.
Das Orchester setzt sich aus einer international besetzten Jazzband, einer Brass Band und Perkussionsspielern der Anton Bruckner Privatuniversität zusammen, die gemeinsam mit einem Chor und einer Solosopranistin unter der Leitung von Martin Fuchsberger die Uraufführung erklingen lassen.

Die Stadt als Bühne und ihre Menschen als Akteure lassen Linz verwandelt erfahrbar werden, offen für die Geschichten aus aller Welt, die sich zur Klangwolke verdichten.



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