voestalpine Klangwolke 2015

 Klangwolkenheader

Adalbert Stifters Erzählung HOCHWALD als stadtergreifendes Naturtheater vom Paradies und seinem Verlust.

Ein Vater aus dem Böhmerwald fürchtet während eines Krieges um die Sicherheit seiner beiden Töchter und bringt sie deshalb in ein verstecktes Waldhaus. Dieses Haus befindet sich im unberührten Wald. Dennoch wird das Versteck von einem jungen Mann entdeckt, der eines der Mädchen liebt.

Vor dem Hintergrund dieser Erzählung über den Wald, die Unschuld und das Streben nach Sicherheit, geht es um die Zukunft der Natur. „Während wir uns über die Entwicklung der Städte im 21. Jhdt. Gedanken machen, fehlt ein gestalterischer Plan dafür, wie sich jene Naturlandschaft entwickeln sollte, die längst nicht mehr unabhängig vom Menschen dahinwächst. Aller Wald in Europa ist von Menschenhand gemacht. Wie also stellen wir in Hinkunft die Natur her, sodass es sich lohnt in ihr zu wohnen?“ so Regisseur Hubert Lepka.

Anders gesagt: der Böhmerwald ist heute bedeckt von Wirtschaftswald. Wahre Baumriesen und gestaltete Natur finden wir hingegen in den städtischen Parks und den englischen Gärten.


Der Wald kommt in die Stadt
Die Textfassung von Joey Wimplinger übersetzt die romantische Erzählung Stifters von 1842 in das urbane Landschafts- und Stadtbild von Linz an der Donau. Da weder die Donau noch die Bauten der Stadt in den Wald kommen, kommt der Wald in die Stadt.

 

English Version:

voestalpine Klangwolke 2015: Hochwald. Tanz der Bäume im Donaupark
Lawine Torrèn (AT)

SAT September 5, 2015, 7:30 PM | Donaupark


The woods come to town: For the Voestalpine Klangwolke 2015, director Hubert Lepka and his company Lawine Torrèn (AT) have taken their inspiration from Aldabert Stifter’s romantic tale “Hochwald.” The forest is the chief protagonist in both the original and Joey Wimplinger’s new text version. For Stifter, the woods still constituted a secure place of refuge for two young women during a time of troubles and war, whereas the current production scrutinizes the forest’s future prospects as a “natural landscape.” After all, in the wake of countless clear-cuts and the subsequent reforestation that’s gone on since Stifter’s day in the 19th century, practically all European forests are landscapes shaped by human intervention.
The Nature of the Future

In contrast to the development of humankind’s urban habitat, there’s no master plan for the near-term future of our forests. Whereas Stifter’s Bohemian Woods are primarily a source of wood products today, gigantic old-growth trees are no longer to be found in now-nonexistent primeval forests, but rather in downtown parks and city gardens. With this as our current state of affairs, how will we go about configuring nature as a future habitat fit for human beings? This is the question that *Hochwald* seeks to answer at the 2015 Voestalpine Klangwolke in Donaupark.

 Pressebilder und einen Trailer unter: www.torren.at

 


Das Team der voestalpine Klangwolke 2015

gestaltung
lawine torrèn
darsteller
marion hackl, ekke hager, christiane warnecke, daniela faria, giovanni jussi, barbara földesi, frederic böhle, eva weingärtler stimme martin bermoser
buch und bearbeitung
joey wimplinger
musik
peter valentin
lichtdesign
frank lischka
kostüme
marion hackl
architektur
wolfgang czihak
video
stefan aglassinger
photographie
magdalena lepka
grafic design
eric pratter
produktionsleitung
klaudia gründl de keijzer
pyrotechnik
christian czech
Titelbild:
Richard Bayer /sub.

Idee und Regie  Hubert Lepka
Künstlerische Leitung  Prof. Hans-Joachim Frey


© 2015, Eine Produktion des Brucknerhauses

 

Listen to the Music of our Klangwolke 2015: